Breakdance: Wer nicht da war, hat etwas verpasst!

von Felix Zilke

Am Sonnabend fand das Internationale Breaking Battle in der ausverkauften Anhalt Arena statt.

Foto: Heiko Hahny Hahnewald

Die Zuschauer benötigten am Samstagabend gar nicht viel Anlaufzeit um richtig auf Touren zu kommen. Denn erst kurz nach 18.30 Uhr waren auch alle in der Anhalt Arena drin, so groß war der Andrang zu „Dancing Dessau“ – dem ersten Internationalen Breakdance Battle. An diesem Abend war die Anhalt Arena aufgrund auch ausverkauft. Aufgrund des Corona-Virus war nur eine Auslastung bis 850 Zuschauer möglich. „Wir hätten sogar noch mehr Tickets verkaufen können“, resümierte Ralph Hirsch. Der Sportdirektor von Anhalt Sport e.V. bemerkte die große Beliebtheit in der Stadt für diese neue Veranstaltung schon im Vorfeld, „doch auch viele Zuschauer aus Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg sind heute hier.“


Großer Ansturm auf die Veranstaltung. (Foto: Maik Notzeblum)

In ganz Deutschland also war man aufmerksam geworden auf das Event in Dessau. Mit den acht Gesetzen Finalisten No Index, Artform, Double D, High Five, Deadly Danny, Memi, Amigo und Said hatte man auch die besten Breaker der Szene und Deutschlands in der Anhalt Arena versammelt. In der Pre-Selection ermittelten 20 andere Breaker die restlichen Finalisten, sodass zum main Event vor Zuschauern die große Party steigen konnte.

Und wie erwähnt, waren die Zuschauer sofort auf Temperatur. Durch den Host Thomas Stark, der durch den Abend führte, war sofort Feuer unterm Dach und das Publikum tobte. Als dann noch die Breaker ihr Können zeigten, entwickelte sich eine einzige Party in der Anhalt Arena. „Es war wirklich eine brutale Stimmung hier“, sagte Thomas Stark, „Dessau hat ein einzigartiges Publikum. Es hat hier richtig Spaß gemacht, nicht nur mir.“ In einem perfekten Zusammenspiel mit DJ KitCut, der für die Beats zuständig war, wurde eine einzigartige Symbiose geschaffen.


Fotos: Maik Notzeblum

Auch die diversen Tänzer kamen aus dem Staunen über die pickepacke volle Halle nicht mehr hinaus. „…und dann noch so eine Stimmung“, sagte ein Breakdancer. In spannenden Battles standen sich dann NoIndex und Said im Finale gegenüber. In einer engen Entscheidung entschied sich die Jury, der unter anderem Omar Remichi aus Bordeaus (Frankreich) und der Breaking Bundestrainer Marco Baaden (Mallekit) beiwohnte, für Said als den Gewinner. Unter tosendem Applaus wurden aber beide Finalisten für ihre Wahnsinns-Final Show gefeiert.


Eine volle Hütte (link) und Host Thomas Stark (rechts). (Fotos: Notzeblum)

„Ich denke, dass das erst der Auftakt zu etwas ganz Großem war. Die Breakdancer und die Zuschauer waren absolut begeistert. Dieses Resümee kam schon von ganz vielen während und direkt nach der Veranstaltung. Man merkt, dass Dessau und Breakdance einfach zusammenpasst. Nicht zuletzt auch durch die Geschichte“, erklärte Ralph Hirsch.

Besonders bemerkenswert war vor allem auch die breite Streuung des Publikums: Von dreijährigen Kindern bis hin zu 80-jährigen Rentnern wippten alle mit zu den modernen Klängen und konnten auch ihre Beine nicht stillhalten. „Man muss festhalten: Wer am Samstag nicht in der Anhalt Arena dabei war, hat definitiv etwas verpasst. Ein Event auch für die jungen Leute in Dessau, aber auch für alle anderen Altersklassen. Es war Party, es war Stimmung, es war modern, und es gab perfektionistischen Spitzensport von absolut Weltkasse-Tänzern. Ich denke aber, man wird in Zukunft nochmal die Chance haben, einem Breakdance Event in Dessau beizuwohnen“, sagte Felix Zilke, Manager Sportevents von Anhalt Sport.


Der Gewinner Said (links) und der Zweitplatzierte NoIndex (rechts) bekamen von Ralph Hirsch (mitte) einen besonderen "Dessauer Sonnenkopp"-Pokal. (Foto: Hahnewald)

 

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