CityRUN: Ganz Dessau auf den Beinen

von

Mehr als 1.000 Läufer beim 22. Dessauer Rathaus-Center City-Run in der Innenstadt und nochmal doppelt so viele Zuschauer. Die Hygiene-Regeln wurden erfüllt.

Fotos: Maik Notzeblum (4)
 

Für die einen war die zehn Kilometer-Distanz - fünf große Runden rund ums Rathauscenter - eine echte Herausforderung. Für Kevin Gaede eher eine Art Spaziergang. Der 33-jährige Dessauer hat den City-Run in der Königsdisziplin klar gewonnen und kam am Sonntag nach nur 35 Minuten und fünf Sekunden ins Ziel. „Für mich eine neue Bestzeit“, sagte der Hobbyläufer noch ganz aus der Puste.

flaches Profil, tolle Strecke

Für den City-Run, der nach einem Jahr coronabedingter Pause erstmals wieder stattfand, hatte er dennoch nur lobende Worte. „Das flache Profil und die durchgängige Asphaltierung ist super. An der Strecke ist einiges los, das bekommt man beim Laufen natürlich mit, insgesamt kann man sagen, der Lauf ist noch schöner als der Goitzsche-Marathon.“ Gaede muss es wissen. Er hatte den Wettkampf in Bitterfeld jüngst gewonnen. Er freute sich vor allem auch über seine Medaille, die jeder Finisher des 10km-Laufes bekam (Diese kann man auch bei uns kaufen, für alle Läufer, die die anderen Distanzen absolviert haben!)

Neben so professionellen Läufern wie ihm gingen aber auch ganz gewöhnliche Freizeitsportler an den Start. Viele im Team als Firmenstaffel – wie die Teams vom Autohaus peter, Diringer & Scheidel, Stadtpsarkasse Dessau und mehrere Teams der Stadt Dessau waren dabei uvm. Das sind auch sehr enge Partner und Sponsoren bei der Organisation des City Laufs. „Ihnen gilt ein großer Dank. Ohne Sponsoren und Partner kann man eine solche Veranstaltung nicht auf die Beine stellen – und dass sie dann noch so zahlreich mitlaufen zeigt die hohe Identifikation mit dem CityRUN“, freut sich Ralph Hirsch, der Sportdirektor von Anhalt Sport e.V.

Darunter war auch Johannes Pfister, Werkstattleiter beim Dessauer Bauunternehmen Diringer &Scheidel. Die vier Kollegen und er seien „die Lauf-Elite der Firma“, sagte er nicht ganz ernst gemeint. Ziel war es, die Mannschaft des Autohauses Peter zu schlagen.

Sozialbeigeordneter der Stadt Dessau-Roßlau läuft mit

Auch die Stadt Dessau-Roßlau stellte fünf Teams, unter anderem mit dem Sozialbeigeordneten Jens Krause und Dessaus Stadtmarketing-Chef Hannes Wolf. Für die beiden Männer war die Zwei-Kilometer-Runde gleichzeitig die Aufwärm-Einheit für den Hauptlauf. Er sei froh, dass es nach der Pandemie endlich wieder möglich sei, solche Veranstaltungen durchzuführen, sagte Krause.

Dem stimmte der Organisator des City-Runs, Ralph Hirsch vom Anhalt-Sport-Verein zu. „Gerade bei den ersten Distanzen, als die Schüler liefen, war die Beteiligung sensationell“, sagte er, „aber von manchen Schulen wünschen wir uns etwas mehr Engagement.“ Mit über 1.300 Läufern insgesamt ist es für Pandemie-Verhältnisse aber eine sehr gute Zahl. Dies war möglich, weil die vier Läufe (1km, 2km, 4km, 10km) vier ins ich geschlossenen Wettkämpfe sind und bzgl. der Pandemie nichts miteinander zu tun hatten. So wurden auch darüber hinaus alle weiteren Hygiene-Regeln eingehalten.

„Am Ende war es wieder ein sehr gelungener Tag. Man kann wirklich sagen, dass ganz Dessau auf den Beinen war. Angefühlt hat es sich wieder wie mehrere zehntausende Läufer und Zuschauer, die eine schöne Stimmung gemacht haben“, so Hirsch, „Veranstaltungsservice Ziegler hatte mit toller Musik den Marktplatz beschallt und unser Sprecher Dennis Heydorn die gute Stimmung aus den Leuten heraus geholt, die ohnehin aber alle schon freudestrahlend und gut gelaunt im Herzen Dessau unterwegs waren.“

Die vielen Läufer haben auch erneut von der tollen Strecke geschwärmt, am Bauhaus Museum vorbei, über Dessaus Prachtsraße der Kavalierstraße, sowie an der alten Hauptpost – das kann nicht jede Stadt bieten. Hierfür gilt der Dank vor allem dem Ordnungsamt, dem Verkehrsamt, dem Sportamt und der Dessauer Verkehrsbetriebe, die alle zusammen lösungsorientiert für diesen Lauf, ohne große Bürokratie für die Sache gearbeitet haben sowie an alle ehrenamtlichen Helfer, vor allem dem 1. LAC Dessau! DANKE!

Zurück