DJC: FC Köln gewinnt - Viel Freude, enorme Qualität, tolle Tore

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Der Dessau Juniors Cup 2022 ist Geschichte und war wieder einmal im Paul-Greifzu-Stadion auf dem grünen Rasen ein voller Erfolg.

Foto: Maik Notzeblum

„Wenn am Ende die fröhlichen Gesichter der Kinder und Eltern für sich sprechen, die Leute auf einen zukommen und sagen – was ein tolles Turnier, super, dann entschädigt das für jeden Stress der letzten Wochen“, resümierte Ralph Hirsch am Sonntag um 14.23 Uhr. Der Turnierdirektor von Anhalt Sport war froh und auch geschafft, doch stolz auf das gesamte Turnier. „Unser Orga-Team hat tolle Arbeit geleistet. Viele Ehrenamtliche Helfer waren hier dabei und haben uns unterstützt, das ist nicht selbstverständlich. Doch es hat sich gelohnt“, so Hirsch. Wieder knapp 1.800 Leute waren an den beiden Tagen im Stadion und sahen tolle Spiele, viele Tore, schöne Treffer und wurden bombastisch unterhalten. Die Trainer kamen auf das Anhalt Sport-Team zu und schwärmten von den tollen Bedingungen und der super Organisation.

Auch der Jubel war wie bei den großen Bundesliga-Stars: Als der FC Schalke 04 am Sonntagnachmittag dank eines traumhaften Schlenzers mit 1:0 gegen den1. FC Köln in Führungen gegangen war, machte sich die Mannschaft auf in Richtung Tribüne und poste vor dem Fanblock. Der kleine aber feine Unterschied: Die feiernden Kicker waren Zehn- und Elfjährige - und die „Fans“ die eigenen Eltern. Für Ralph Hirsch war es aber eine Szene mit Symbolcharakter. „Das Niveau in diesem Altersbereich wird immer besser“, sagte der Turnierdirektor des Dessauer Juniors Cup. „Das hat sich immer über die Jahre ständig entwickelt, von der Technik und Taktik, aber auch von den Emotionen, wie die Jungs Tore zelebrieren. Das finde ich persönlich aber übertrieben.“

Über zwei Tage fand am Wochenende im Paul-Greifzu-Stadion die 28. Auflage des U11-Turniers statt, das zu den Besten in Deutschland zählt. Und bei dem eine Entwicklung zu sehen ist, die den deutschen Fußball nach einigen international durchwachsenen Jahren durchaus hoffnungsvoll in die Zukunft schauen lassen kann. Nämlich, dass das Niveau eben immer besser wird. Das Endspiel zwischen den Nachwuchskickern von Schalke 04 und Köln, das die Rheinländer am Ende trotz des Rückstandes souverän und hochverdient mit 5:2 gewonnen haben, war zum Beispiel ein richtig gutes Fußballspiel, sowohl von technischer als auch von taktischer Seite. Die Kleinen nähern sich den Großen quasi nicht nur im zelebrieren von Toren. Hendrik Winkelmann ist mittlerweile seit sieben Jahren als Nachwuchstrainer beim 1. FC Köln angestellt. Auch der A Lizenz- Inhaber hat in den letzten Jahren eine Entwicklung vernommen.

„Man merkt den Jungs die Coronapause zwar ab und zu noch an. Aber insgesamt ist auch unser Gefühl, dass das Niveau stets weiter steigt. Man sieht ja, dass die Jungs immer besser werden“, erzählte er nach der Siegerehrung. Einer der Gründe: Ständig neue Spielformen. „Wir arbeiten viel im Kleingruppenbereich“, sagte Winkelmann, der mit seinen Zehn und Elfjährigen dreimal in der Woche trainiert. Nach großen Turnieren wie in Dessau, auch nur zweimal. Nicht viel mehr als die Mannschaften aus der Region also, die in der Vorrunde trotzdem wieder einmal chancenlos waren.

„Die gleiche Anzahl an Trainingseinheiten heißt nicht die gleiche Entwicklung“, sagte Ralph Hirsch. Der Turnierdirektor von Veranstalter Anhalt Sport hat früher selber auf professionellem Niveau Fußball gespielt, weiß also, wovon er spricht. „Die Kinder in den Leistungszentren haben ganz andere Möglichkeiten“, sagte er. „Sie beginnen zeitig und nur die Besten der Besten kommen in die Zentren. Vor 20 Jahren sind Kindern noch nicht aus 200 Kilometer Entfernung nach München, Köln oder zu Schalke gegangen.“ Hirsch wollte aber auch festhalten: „Für die Kinder unserer Vereine bleibt das trotzdem ein Riesenerlebnis.“ Der Hitze getrotzt Eines, das ihnen in diesem Jahr auch aufgrund der extremen Hitze in Erinnerung bleiben wird. „Damit sind wir alle sehr vorsichtig umgegangen und haben viele Kleinigkeiten gemacht, die geholfen haben“, so Hirsch. So gab es zum Beispiel ein Dutzend Wassereimer um den Hauptplatz, Abkühlung durch den Rasensprenger auf dem Nebenplatz und 80 zusätzlich georderte Kisten Trinkwasser. Hendrik Winkelmann und seine Trainerkollegen wussten das zu würdigen. „Hier wurde sehr viel Drumherum organisiert, da merkt man, dass sich die Leute Gedanken machen“, lobte der Kölner die Veranstalter.

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