Hertha BSC gewinnt, erstklassiger Premieren-"DJC" im Stadion

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Der Dessau Juniors Cup fand erstmals im Paul-Greifzu-Stadion unter freiem Himmel statt. Das Turnier machte Spaß und sorgte für zufriedene und gut gelaunte Gesichter.


Sieger Hertha BSC mit dem großen Pokal.

Kaum ein Fußball-Hallenturnier in Deutschland kann eine längere Geschichte aufweisen als das internationale E-Junioren Turnier in Dessau. Bekannt geworden ist das Turnier in Deutschland als „Allianz-Cup“. Seit nunmehr drei Jahren heißt das Turnier „Dessau Juniors Cup“. Wäre alles normal, und gäbe es keine Pandemie wäre das Turnier im Januar in der Anhalt Arena gespielt wurden.

„Doch normal ist ja leider nichts. Deswegen hat das Orga-Team die Köpfe zusammengesteckt und diese wunderbare Lösung gefunden“, verrät Ralph Hirsch. Der Turnierdirektor von Anhalt Sport e.V. saß fast wöchentlich mit den Vertretern im Orga Team - Felix Zilke, Hannes Tiede (beide Anhalt Sport), Mario Pinkert (Präsident KFV Anhalt/TuS Kochstedt), Timo Stenke, Rene Eßbach (beide KFV Anhalt), Frank Buschmann, Bernd Degwart (SV Dessau 05), Eik Sawoddeck (SG Blau-Weiß Dessau) und Andreas Wieprich (SG Empor Waldersee) – zusammen, um dieses Turnier zu organisieren. „Das hat am Ende auch super funktioniert“, freute sich Hirsch, „das Turnier war ein voller Erfolg. Das Lob vor allem von den Trainern der Bundesligisten war positiv.“

Wie gewohnt schmückte sich das Turnierfeld nicht nur mit Topteams wie den Borussia Dortmund, RB Leipzig, Hamburger SV, Union Berlin, Schalke 04, Dynamo Dresden, Hannover 96, FK Austrian Wien sondern diesmal auch mit vielen regionalen Traditionsvereinen wie der Chemnitzer FC, Lok Leipzig, BSG Chemie Leipzig, Hallescher FC, Carl-Zeiss Jena (trat mit fünf Mädchen im Team an). „Die Mischung hat sehr gut funktioniert und gepasst“, erklärte Felix Zilke (Presse/Öffentlichkeitsarbeit).

Das Motto der sechs regionalen Teams – zählt man den FC Grün-Weiß Piesteritz dazu war einfach: Spaß haben. Den Turnierauftakt machte die Partie Austria Wien gegen den SV Dessau 05. Zwischen beiden U11-Teams ist schon so etwas wie eine Freundschaft entstanden. Die 05er wollen demnächst mal nach Wien reisen, pflegen sie seit fünf Jahren einen engen Kontakt. Auf den zwei top gepflegten Rasenfeldern im Paul-Greifzu-Stadion hielten die Dessau-Roßlauer Teams gut dagegen und konnten die Ergebnisse in Grenzen halten. Piesteritz konnte durch Siege gegen Waldersee (4:1) und Chemie Leipzig (2:0) die Endrunde am Sonntag erreichen – stark!

„Boar ist das ein cooles Stadion mit einer geilen Tribüne“, sagte ein junger Kicker von Union Berlin. Auch für die U11-Teams der Bundesligisten ist das etwas Besonderes in einem Stadion mit rundherum geschlossenen Tribünen zu spielen. Gerade die Unioner, Austria Wien und RB Leipzig zeigten sich am Sonnabend extrem stark und waren leichte Favoriten. Allerdings bringt der Samstag selten Erkenntnisse für den Sonntag.

Am zweiten Turniertag ging es dann wie gewohnt in die heiße Phase. In zwei Sechsergruppen wollten alle Teams unter die ersten Zwei um ins Halbfinale zu kommen. Piesteritz war erneut stark unterwegs und holte insgesamt drei Punkte – 0:0 gegen den späteren Sieger Hertha BSC, 0:0 gegen Dynamo Dresden und 1:1 gegen den Hamburger SV. Am Ende reichte es trotzdem nur zu Rang sechs in dieser Staffel. Auch der Hallesche FC zeigte eine starke Leistung, wurde unglücklich vierter. Im Halbfinale standen sich dann Austria Wien und Hertha SBC sowie Schalke 04 und Hannover 96 gegenüber. Beide Partien gingen bis ins 9m-Schießen: Hertha und die 96r zeigten die besseren Nerven. Im Finale hatten dann die Berliner wieder mehr Glück, da die 96er ihre Chancen nicht nutzen und Pfosten und Latte im Weg standen. Die Hauptstädter waren dagegen eiskalt und gewannen deshalb am Ende auch verdient 2:1. Damit sicherte sich Hertha nach 2019 und 2020 in der Halle auch den „Summer“-Titel.

Der Jubel war groß, die Euphorie ebenso. Knapp 1.000 Zuschauer verfolgten das Turnier an beiden Tagen. „Rechnet man die Mannschaften und Trainer, die Helfer und Organisatoren mit waren im Stadion am Wochenende an die 2.000 Menschen dort unterwegs. Das ist – obwohl es ein U11 Turnier ist – sehr stark“, freute sich Ralph Hirsch.

Der konnte, wie alle Helfer und Organisatoren sich auch direkt nach dem Turnier noch einmal freuen. Sam Farokhi, U11 Trainer des FC Schalke 04, kommt seit mehreren Jahren nach Dessau und fand wieder einmal lobende Worte: „Ich wollte mich noch einmal bedanken, es war wie immer top organisiert. Es hat alles gepasst, die Plätze, Der Rasen, die Schiedsrichter waren gut, das Drumherum ist einfach erstklassig in Dessau. Wir kommen gerne gerne die nächsten zehn Jahre immer wieder her.“

Somit gingen dann am Sonntag zwei ereignisreiche Tage am Sonntag zu Ende. Was bleibt waren zufriedene und gut gelaunte Menschen, die an diesen beiden Tagen im Paul-Greifzu-Stadion waren. Explizit vielen Dank an alle Partner und Sponsoren, an die Stadt Dessau und das Sportreferat sowie dem KFV Anhalt und den vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern.

 

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