Widrige Bedingungen, aber trotzdem tolle Sprünge und viel Freude

von

Das Stabhochsprungmeeting am 15. September auf dem Marktplatz in Dessau ist Geschichte, ein toller Abend und Nachmittag begeisterte trotz Nässe viele Zuschauer.
 

Foto: Ralph Weiser
 

Piotr Lisek hat das Internationale Stabhochsprung-Meeting in Dessau gewonnen. Vor knapp 1000 Zuschauern auf dem Dessauer Marktplatz reichten dem Olympia-Sechsten von Tokio am Mittwoch bei widrigen äußeren Bedingungen 5,61 Meter zum ersten Platz.

An der Höhe von 5,80 Metern scheiterte Lisek nur knapp im ersten Versuch, als er bereits als Sieger feststand. „Das wäre unter diesen Bedingungen mehr als überragend gewesen“, staunte Ralph Hirsch. Der Meetingdirektor fügte an: „aber die Leistungen waren trotz der Umstände sehr gut. Das muss man anerkennen, dass es alles andere als leicht war für die Athleten. Diese haben aber nicht lamentiert, sondern die Bedingungen professionell angenommen. Da kann man nur den Hut ziehen, genau wie vor allen Zuschauern.“

Der eigentliche Beginn des Stabhochsprung-Wettbewerbs sollte um 17.30 Uhr starten. Aufgrund eines Schauers musste nach der Erwärmung eine Pause eingelegt werden. Um ca. 18.15 Uhr ging es dann weiter – und auch fast alle Zuschauer blieben vor Ort. Diese wurden dann mit Sprüngen bis 20 Uhr doch noch belohnt. Und da waren viele Highlights dabei.

Menno Vloon aus den Niederlanden belegte mit 5,51 Metern den zweiten Platz vor dem US-Amerikaner Matt Ludwig, der auf die gleiche Höhe kam. Der beste Deutsche, Bo Kanda Lita Baehre aus Leverkusen, schaffte 5,31 Meter und musste sich mit dem fünften Platz hinter dem Belgier Ben Broeders begnügen, der 5,41 Meter überquerte. Dennoch waren die Athleten am Ende auch ganz optimistisch mit ihren Sprüngen.

Piotr Lisek sagte nach dem Springen: „Klar war es nicht einfach, aber es macht einfach Spaß. Hier war ein tolles Publikum und es ist einfach tief im Inneren bei uns Stabhochspringern drin, dass wir trotz der Wetterverhältnisse immer das Beste geben und alles aus uns raus holen. Da haben die Zuschauer geholfen und sie haben uns super angefeuert.“

Im Anschluss ging es für die Athleten zum Abendbankett ins Kartoffelhaus. Alle Springer schwärmten von der Dessauer Gaststätte. „Der Liederdieb“ sang bevor das Springen begann und am Ende wieder. Viele Zuschauer folgten und lauschten seinen Klängen auch noch bis ca. 22 Uhr. In der Nacht wurde auch noch die Anlage abgebaut, sowie am Donnerstag früh.

Wieder einmal zeigte Dessau, dass Internationaler und großer Sport geboten werden kann und das organisatorische Gesamtpaket in Dessau stimmt. Mit diesem Meeting ist unsere Bauhausstadt wieder einmal mehr in der gesamten Leichtathletik-Welt im Gespräch.

Hier sei noch einmal allen Sponsoren, Helfern und Partnern ein großes Dankeschön ausgesprochen. Wie immer wäre eine solch tolle Veranstaltung für Dessau ohne euch nicht möglich.

 

Zurück